Interview mit Dominik Lanzl von a tip:tap – Wasserenthusiast aus #leitungswasserliebe

A tip:tap ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für die Wasserwende einsetzt, indem er mehr Menschen davon überzeugen möchte, Leitungswasser zu trinken. Aus Gründen des Klimaschutzes, und natürlich auch für die eigene Gesundheit. Dominik Lanzl ist dort Lokale Aktionskraft im Wasser-Quartier Labertal.
Viel Spaß beim Kennenlernen des Wasseraktivisten a tip:tap, und der Organisation, für die er arbeitet -
a tip: tap, eine Organisation für Mensch, Wasser, und Umwelt!

Interview mit Dominik Lanzl von a tip:tap – Wasserenthusiast aus #leitungswasserliebe

Hi Dominik, vielen Dank, dass Du Dir Zeit nimmst für unser Interview!

(Dominik Lanzl und ich, die Katrin Zwickl, Wasser-Bloggerin vom WIT, haben uns gleich von Anfang an auf das Du geeinigt. Das passt auch besser für ein Interview mit so einem jungen sympathischen Wasser-, und Umweltschützer.)

„Natürlich sehr gerne! Und vielen Dank für die Einladung, ich freue mich wirklich auf unser Gespräch!“

Der Dominik Lanzl arbeitet bei a tip:tap. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für die Wasserwende einsetzt, aktuell finanziert durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums. A tip:tap möchte mehr Menschen davon überzeugen, Leitungswasser zu trinken. Aus Gründen des Klimaschutzes, und natürlich auch für die eigene Gesundheit. Dominik ist dort Lokale Aktionskraft im Wasser-Quartier Labertal. Er betreut unter anderem das Social Media Management mit, kümmert sich um Networking und Online-Veranstaltungen, und hat – vor Corona – auch Aufklärung vor Ort betrieben. Das wird allerdings im Moment grade alles wieder leichter.

„A tip:tap ist ursprünglich ausgelegt auf den direkten Kontakt mit Menschen. Wir haben unter anderem Beratungen in Firmen und Schulen gemacht (Online war schon auch fest geplant, nimmt nur jetzt mehr Platz ein. Beratungen laufen momentan auch, Dominik meint, man darf sich jederzeit gerne an a tip:tap wenden), Infostände, oder Führungen durch die Ausstellung „WasserWertSchätzen“ des Wasserzweckverbands Rottenburger Gruppe. Wir hatten auch Ferienprogramme für Kinder, oder verschiedene Aktionen für alle Altersgruppen. Coronabedingt geht das leider grade alles nicht, deswegen versuchen wir, viel online anzubieten, und da unser Programm auch abwechslungsreich zu gestalten.

Allerdings haben verständlicherweise Viele keine Lust mehr auf online, wir testen jetzt verschiedenste Sachen, was man mit der Situation vereinbaren kann. In Berlin gibt es zum Beispiel eine app-basierte Schnitzeljagd, das würde ich gerne hier im Landkreis Landshut auch gerne machen. Wir werden sehen, was wir in diesem Jahr noch alles schaffen. Denn eigentlich wäre leider nächstes Jahr Schluss mit dem Projekt.“

Das finden wir vom WIT natürlich sehr schade. A tip:tap ist eine wirklich rundum gelungene Sache – der Webauftritt ist beeindruckend, und auch, was sie in den vergangenen Jahren bereits an Aufklärungsarbeit geschafft haben.

„Im Moment sind wir am Schauen, wie das Projekt auch in Bayern weiterlaufen kann. Wir suchen nach verschiedenen Möglichkeiten, wie die Finanzierung auch über die geplante Zeit hinaus funktionieren kann.“

Das ganze WIT drückt auf jeden Fall die Daumen dafür!

Wie bist Du eigentlich zu Deinem Job bei a tip:tap gekommen?

Dominik lacht. „Ich hab ursprünglich Lehramt studiert. Deshalb mag ich auch bei meiner jetzigen Tätigkeit die Arbeit an den Schulen ganz besonders, also bis vor Corona eben.“

Da hake ich natürlich kurz ein: „Du bist also jetzt so was wie ein Wasser-Lehrer?“

Wir lachen beide. „Ja genau! Das stimmt wirklich. Wir bieten ja auch bundesweit Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer an, und es gibt auch Bildungsmaterialien zur “Leitungswasserfreundlichen Schule” von uns. Zu a tip:tap bin ich mehr aus Zufall gekommen. Ich arbeite gerne mit Menschen, habe meine Expertise als Lehrer, und hab tatsächlich schon immer gerne Leitungswasser getrunken.

Also die optimalen Voraussetzungen. Allerdings muss ich gestehen, dass das mit dem Leitungswasser anfangs eigentlich mehr aus Faulheit war.“

Wir lachen wieder herzlich. So kann man also auch zum Leitungswassertrinker werden. Manchmal muss gar nicht so viel Überzeugungsarbeit geleistet werden.

„Mit der Zeit hab ich aber immer mehr gemerkt, dass Wasser ein sehr weitfassendes Thema ist, und bin immer mehr zum Wasser-Enthusiasten geworden. Wenn ich über´s Wasser rede, komme ich richtig ins Schwärmen. Ich rede so gerne über Wasser, dass meine Frau manchmal schon ein bisschen genervt ist davon.“

Hach, das kennen wir alle beim Wasser-Info-Team nur zu gut! Immerhin wissen wir jetzt, dass es auch den anderen Wasser-Liebhaber:innen genau so geht!

„Und was ist dann Dein Wasser-Lieblingsthema?“ wollen wir jetzt natürlich, wie von allen bisherigen Interviewparter:innen, wissen.

„Da muss ich nicht lange überlegen. Am liebsten überzeuge ich Leute davon, auf Leitungswasser umzusteigen. Ich gehe gerne in den Austausch, und wenn manche Menschen ein negatives Bild haben, lässt sich das durch Information lösen. Ich beantworte gerne Fragen, und am schönsten für mich ist, wenn es am Ende einen neuen Wassertrinker, oder eine Wassertrinkerin mehr gibt.“

Lieber Dominik, nochmal vielen herzlichen Dank für das schöne und lustige Interview, die Einblicke in Deine/Eure Arbeit bei a tip:tap, und Deinen tollen Einsatz für unseren unsichtbaren Schatz unter der Erde!

Bis ganz bald, wir sehen uns – online, und hoffentlich auch ganz bald mal offline und `in echt´.

Liebe Grüße,

Deine Katrin und das gesamte Wasser-Info-Team Bayern e.V.

 

Das Interview ist jetzt schon wieder eine Zeit lang her – die Ladies und Gentlemen von a tip:tap waren in der Zeit natürlich nicht untätig. Hier eine Liste an Aktionen, die seitdem passiert sind:

 

  • Infostände und Schul-Einsätze sind zum Glück die ersten schon wieder angesetzt 🙂

 

  • Bei der Refill-Aktionswoche kamen im Wasser-Quartier 15 neue Refill-Stationen dazu.

 

  • Am 08. Juni kommt ein Bericht im Bayerischen Rundfunk

 

  • Übrigens: Als Wasserversorger, Amt oder andere öffentliche Einrichtung kann man sich von a tip:tap als “leitungswasserfreundlich” auszeichnen lassen, wenn man in der entsprechenden Einrichtung kein Budget für Flaschenwasser ausgibt und die Miterabeiter*innen mit Leitungswasser versorgt.

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