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Vom Roh- zum Reinwasser - Was im Wasserwerk passiert

Der größte Teil des geförderten Trinkwassers wird in Bayern aus dem Grundwasser gewonnen. In über 60 % der Fälle erfüllt bereits das Grundwasser die Anforderungen der Trinkwasserverordnung. Dies ist mit Sicherheit auf die zahlreichen Präventivmaßnahmen zurückzuführen, die in Europa seinesgleichen suchen. Sie beginnen beim Grundwasser- und Gewässerschutz, erstrecken sich über die Förderung extensiver Landwirtschaft bis hin zur intensiven Überwachung seitens der Wasserwirtschafts- und Gesundheitsamtverwaltung.

Seit Einführung der Eigenüberwachungsverordnung im Jahr 1995 wird das Rohwasser bereits an der Entnahmestelle, sprich am Brunnen, beziehungsweise an der Quelle untersucht. Nur aus qualitativ gutem Rohwasser kann hochwertige Reinwasser – so wird das Wasser bezeichnet, das an die Bevölkerung abgegeben wird - entstehen. Die 40 Prozent des Rohwassers, die vor der Verteilung behandelt werden müssen, müssen mehrheitlich behandelt werden, weil das Wasser zu wenig Sauerstoff oder zu viel Kohlensäure enthält. Beides ist nicht gesundheitsabträglich. Die unbehandelte Durchleitung würde aber die Korrosion der Wasserleitungen beschleunigen. Dabei könnten wiederum für den Menschen schädliche Korrosionsprodukte ins Trinkwasser gelangen.

Die Aufbereitung des Rohwassers:
Es gibt verschiedene Behandlungsformen des Rohwassers, mit dem seine Beschaffenheit dem jeweiligen Behandlungszweck angepasst wird:

  • Vorbehandlung: Entfernen von Sinkstoffen in Vorklär- und Absetzbecken,
  • Entfernen von Plankton durch Mikrosiebe,
  • Entfernen von Feststoffen mit Rechen und Siebeinrichtungen,
  • Entfernung von Trüb- und Kolloidstoffen durch Flockung u.a.Filtration
  • Belüftung: Anreicherung des Wassers mit Luftsauerstoff,
  • Entfernen von Gasen und Stoffen mit hohem Dampfdruck                  
  • Entmanganung: Entfernen störender Manganionen
  • Enteisung: Entfernung störender Eisenionen
  • Entsäuerung
  • Enthärtung
  • physikalische oder chemisch Entfernung von Geruchs- und Geschmacksstoffen (mittels Belüftung, Adsorption an Aktivkohle bzw. mittels Flockung mit Schnellfiltration, Oxidation mit Kaliumpermanganat und Ozon, Ozonung oder Ultraviolettbestrahlung).

Aktuelles

Aktion "Trinkbrunnen an Schulen"

Das Wasser-Info-Team Bayern setzt sich derzeit verstärkt für die Installation von Trinkwasserbrunnen an Schulen ein, um auf diese Weise die junge Generation zu einem gesunden Trinkverhalten zu animieren und sie gleichzeitig zu sensibilisieren.
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