Über 6000 Wasserwerke sind in Deutschland für die Wassergewinnung und
Verteilung zuständig, ebenso - sollte das geförderte Grundwasser nicht den
Anforderungen entsprechen - wie für die Aufbereitung,. Die Haupttrinkwasserquelle
ist in Deutschland das Grundwasser. Dies gilt insbesondere für Bayern und
Schleswig-Holstein.
Erschließung früher und heute
Zu früheren Zeiten wurde das Grundwasser über einen einfachen Schacht und
ein Hebelwerk erschlossen. Schon lange hat jedoch die Technik auch in diesem
Bereich Einzug gehalten, sodaß diese einfachen Anlagen durch vertikale
Kiesschüttungs- und Horizontalfilterbrunnen abgelöst wurden. Die
Erschließungsart richtet sich nach den Grundwasserverhältnissen.
Schachtbrunnen,Vertikalbrunnen, Horizontalbrunnen und Quellwasser
Liegt der Grundwasserspiegel nicht zu tief kann das Wasser durch einen
Schachtbrunnen gefördert werden. Der Vertikalbrunnen besteht aus senkrechten,
gelochten Rohren mit einer Kiesumhüllung in der wasserführenden Schicht, wobei
die Anordnung reihenförmig erfolgt, einer sogenannten Brunnengalerie. Auf diese
Weise können auch Wasserreservoirs in mehreren hundert Metern Tiefe erschlossen
werden. Ein Horizontalbrunnen besteht aus einem breiten, geschlossen Schacht,
der bis in die wasserführende Schicht hineinreicht. Das Wasser wird mittels
sternförmig nach allen Seiten horizontal verlegter Filterrohre gefördert.
Alternativ zu der Brunnenförderung ist die Quellennutzung. In diesem Falle
handelt es sich um frei zu Tage tretendes Grundwasser, das gesammelt wird. In
manchen Fällen nutzen die Wasserversorger auch das Oberflächenwasser aus
Talsperren und Seen oder aber wie etwa in Nordrhein-Westfalen das Wasser aus
Uferzonen von Flüssen. Talsperren, vor allem wenn sie entsprechend geschützt
und von Wald umstanden sind. Seen (etwa der Bodensee) erlauben oft eine direkte
Wasserentnahme. Am Rhein beispielsweise wird es erst nach einer langen Passage
durch das filternde Erdreich aus den grundwasserführenden Bodenschichten
entnommen.