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Wasserverfügbarkeit

In Ballungsräumen und in Wassermangelgebieten kann das Wasser oftmals nicht direkt vom Brunnen in das Leitungssystem eingespeist werden, da Verfügbarkeit und Bedarf auseinanderklaffen. In diesen Fällen muß das Trinkwasser oftmals über größere Distanzen hinweg transportiert werden. Ein Prozeß, der unter anderem durch Fernwirktechnik und elektronische Datenverarbeitung ermöglicht wird, gleichzeitig jedoch wiederum mit enormen Kosten verbunden ist. Zwischen 1970 und 1990 stieg das Investitionsvolumen von Euro 1,2 Mrd. DM auf 2 Mrd. DM, das Gesamtinvestitionsvolumen bewegte sich bei 41 Mrd. DM, sechzig Prozent davon wurden für das Rohrnetz verwendet. Ende des 20. Jahrhunderts betrug die Länge des Rohnetzes der öffentlich deutschen Wasserversorgung 400.000 Kilometer, erreichte somit mehr als das Zehnfache des Erdumfangs.

Beispiele für „Problemfälle“
Auf der Schwäbischen Alb oder aber in Ostfriesland wurden bis dato keine Grundwasserquellen gefunden, daher musste in diesen Gebieten bereits schon in früheren Zeiten das Trinkwasser mittels Fernleitungen zum Verbraucher gebracht werden. Überregionalen Wassertransport gibt es daher in vielen Gegenden Deutschlands. Vom Harz gelangt Trinkwasser nach Bremen, eine Fernleitung bringt Trinkwasser aus dem Voralpengebiet nach München, in Franken sind viele Gegenden schon auf Grund der geografischen Gegebenheiten auf die Fernwasserversorgung angewiesen. Dieses Fernleitungssystem ist zwar unverzichtbar bringt jedoch auch eine Reihe von Problemen mit sich, unter anderem höhere Investitionen. Gerade die sehr langen Leitungen müssen regelmäßig mittels elektronischer Geräte auf Brüche und Undichtigkeiten untersucht und im Zweifelsfalle saniert beziehungsweise erneuert  werden. Die engmaschigen Kontrollen haben jedoch noch einen weiteren positiven Effekt: der Wasserverlust während des Transports ist in Deutschland ausgesprochen minimiert worden und sucht im Vergleich zu anderen EU-Ländern seinesgleichen.




Spitzenzeiten: der heißeste Tag des Jahres
Insgesamt muss das Versorgungssystem darauf ausgelegt sein, auch Spitzen, etwa am heißesten Tag des Jahres, ohne Probleme abzudecken. Für solche Spitzen beim Bedarf muss das Trinkwasser mit dem nötigen Druck abgegeben werden. Das wird mit Trinkwasserspeichern sichergestellt, die vielerorts als Wassertürme zu sehen sind.


           

Aktuelles

Aktion "Trinkbrunnen an Schulen"

Das Wasser-Info-Team Bayern setzt sich derzeit verstärkt für die Installation von Trinkwasserbrunnen an Schulen ein, um auf diese Weise die junge Generation zu einem gesunden Trinkverhalten zu animieren und sie gleichzeitig zu sensibilisieren.
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