Betrachtet man die Sprache, so wird man schnell feststellen, welche
Position das Wasser für den Menschen einnimmt. Metapher und Bildsprache beinhalten
immer wieder dieses lebensnotwendige Element, spiegeln jedoch auch seine
lebensbedrohliche Seite:
Naturbesucher
Der Besucher erfährt, wie das Auge sieht,
das Ohr hört, die Nase riecht,
die Haut fühlt, die Finger tasten,
der Fuß versteht, die Hand begreift,
das Gehirn denkt, die Lunge atmet,
das Blut pulst, der Körper schwingt.
Dabei gelangt er zu der Ahnung und Erkenntnis:
Die Wahrung der Gesetze, Regeln und Bedingungen der eigenen Natur
befähigt den Menschen, in den Erscheinungen der äußeren Natur
die gleiche Gesetzlichkeit wahrzunehmen und zu bewahren.
(Hugo Kükelhaus)
Die Wasserquelle – der sichtbare Beginn des ewigen Kreislaufs,
Synonym für den Ursprung der Gedanken, die aus alter Wurzel
erneuert wieder zu Tage treten.
(E.E. Korkisch)
Einst werden wir sitzen am Quell
und in seinem Spiegel unsere
Welt betrachten
unser Haus, unseren Garten und
uns.
(Hölderlin, Hyperion)