Qualität
Service

Suche in Website


Kriterien im Detail

Bakterien

Werden Kolibakterien im Wasser gefunden, so ist dies ein Hinweis auf fäkale Verunreinigungen, man kann in diesem Falle davon ausgehen, dass auch Krankheitserreger in dem Wasser zu finden sind. Ein weiterer Hinweis auf bakteriologische Verunreinigungen ist eine hohe Zahl von Bakterienkolonien. In derartigen Fällen wird seitens der Wasserversorger unter anderem mit einer Erhöhung der Chlordosierung reagiert.

Nitrat und Nitrit

Reagenzglas

Nitrat und Nitrit werden sowohl in der Landwirtschaft als auch im Gartenbau als Dünger verwendet. Aufgrund ihrer guten Wasserlöslichkeit gelangen diese Stoffe aufgrund einer Überdosierung schnell durch Auswaschung ins Trinkwasser. Die beiden Stoffe sind je nach Sauerstoffgehalt des Wassers untereinander umwandelbar. Weitere Stickstoffverbindungen sind Ammonium und elementarer Stickstoff. Nach der Trinkwasserverordnung darf ein Grenzwert von 50 mg NO3 pro Liter nicht überschritten werden. Eine Konzentration von über 100 mg NO3/l verursacht zum Beispiel bei Säuglingen erhebliche gesundheitliche Probleme, da Nitrat im menschlichen Körper zu Nitrit umgewandelt werden kann, wodurch im Blut anstelle der Sauerstoffmoleküle die Stickstoffmoleküle besser gebunden werden. Führt dies bei Kleinkindern zur Blausucht und dem Ersticken, besteht bei älteren Kindern und Erwachsenen erst bei noch höheren Konzentrationen Gefahr. Die dann gebildeten Nitrosamine gelten als krebserregend. Der Nitratgehalt wird seitens der Wasserversorger strengstens überwacht, die Analyseergebnisse können bei dem jeweiligen Versorger jederzeit erfragt werden.

Blei

Auch heute noch spielt Blei im Wasser aufgrund veralteter Haus-Leitungssysteme eine Rolle. Vorallem in Ballungsgebieten Nord- und Ostdeutschlands tritt das Problem „Blei aus den Rohren“ verstärkt auf. Die einzige Lösung heißt in diesem Fall: die Rohre müssen raus! Wird das Schwermetall über Jahre hinweg in kleinen Dosen aufgenommen beeinträchtigt es die Blutbildung und Intelligenzentwicklung von Ungeborenen, Säuglingen  und Kleinkindern. Zum Schutz dieser Risikogruppe wurde der Grenzwert für Blei zum Dezember 2003 von 40 auf 25 Mikorgramm pro Liter gesenkt, ab dem 01. Januar auf 10 Mikrogramm pro Liter. In Süddeutschland ist die Wahrscheinlichkeit einer Bleikontamination geringer, da man hier bereits 1878 auf das Verlegen von Bleileitungen verzichtete, im übrigen Deutschland kamen sie jedoch zum Teil noch bis 1973 zum Einsatz.

Aktuelles

Aktion "Trinkbrunnen an Schulen"

Das Wasser-Info-Team Bayern setzt sich derzeit verstärkt für die Installation von Trinkwasserbrunnen an Schulen ein, um auf diese Weise die junge Generation zu einem gesunden Trinkverhalten zu animieren und sie gleichzeitig zu sensibilisieren.
[...mehr]