Auf
einer Tagung des Bayerischen Bauernverbandes im Jahre 2006 ging
Ministerialdirektor Wolfgang Lazik unter anderem auf die Wasserschutzgebiete
und deren Auswirkungen auf die Landbewirtschaftung ein. Bereits zu Beginn
seiner Ausführungen gab er zu bedenken, dass Wasser, das wichtigste
Lebensmittel sei und es angesichts des Klimawandels als das Gold des 21.
Jahrhunderts bezeichnet werden könne.
„1,2 Milliarden Menschen auf der Welt -18 % der Weltbevölkerung - haben keinen
Zugang zu sauberem Trinkwasser. 80 % der Krankheiten in Entwicklungsländern
sind nach Unesco-Angaben auf verschmutztes Wasser zurückzuführen. Täglich
sterben nach Angaben der UN etwa 6.000 Menschen, unter ihnen 4.000 Kinder, weil
sie verunreinigtes Wasser trinken müssen. 2,4 Mrd. Menschen sind ohne geregelte
Abwasserentsorgung“ rief Lazik in seiner Rede in Erinnerung.
Insel der Seligen
In Anbetracht
dieser Zahlen befinde man sich in Bayern auf einer „Insel der Seligen“, denn
das in Bayern abgegebene Wasser ist von hervorragender Qualität, stamme zu 94 %
aus Grundwasser und Quellen und der Preis liege deutlich unter dem
Bundesdurchschnitt, fuhr er fort. Um diesen status quo zu erhalten müsste aber
auch entsprechend in den Grundwasserschutz investiert werden, gab der Referent
zu bedenken und ergänzte diese Aussage mit dem Hinweis, dass
Wasserschutzgebiete nur dort ausgewiesen würden, wo sie auch unbedingt
notwendig sind.