In jüngster Zeit werden wir
auch in Deutschland vermehrt mit Klimaextremen konfrontiert. Auf der einen
Seite kämpfen die Menschen aufgrund extremer Niederschläge mit Hochwasser und
Überschwemmungen, auf der anderen Seite stehen Trockenperioden wie im April
2007.. Ein Grund für Forderung seitens des Bayerischen Staatsministeriums für
Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, dass sich die Wasserversorger stärker
an die geänderten Bedingungen anpassen sollen.
Das Ministerium fordert
vorallem die Versorger in niederschlagsarmen Regionen sich den geänderten
Rahmenbedingungen anzupassen. Als positive Beispiele nennt es die bereits in
den letzten Jahrzehnten aufgebauten Fernwasserversorgungssysteme in Franken.
Verbünde von Versorgungsanlagen und Alternativen zur derzeitigen
Wasserversorgung werden als Zukunftsperspektiven genannt. Auf der anderen Seite
appelliert das Ministerium, die Trinkwasserressourcen entsprechend zu schützen.
Da die Landwirtschaft vom Wassermangel verstärkt betroffen ist, sind auch hier
natürlich entsprechende Strategien gefragt. Im Knoblauchsland bei Nürnberg
haben die Wasserversorger bereits ein Pilotprojekt zur Bewässerung gestartet
Nachhaltige Synthese
Generell setzt man nicht
auf Einzelmaßnahmen sondern auf „nachhaltige Synthese“, d.h. auf das
Zusammenspiel von Hochwasser-, Gewässer- und Trinkwasserschutz sowie Trinkwasserversorgung
und Ökologie an den Gewässern. Als Basis für diese Strategie sieht das
Ministerium den Rückhalt der Fläche, um auf diese Weise die gesamtwirtschaftlichen
Kreisläufe zu stärken.