Ressourcenmanagement

Ganzheitliche Sicht auf eine Vielzahl von Einflussfaktoren gefordert

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Beim Thema Ressourcenmanagement geht es um Maßnahmen zur langfristigen Sicherung der Wasserversorgung unter Einbeziehung aller bekannten Parameter und Zukunftsprognosen sowie um die nachhaltige Bewirtschaftung der Ressourcen im Sinne der Daseinsvorsorge.

Dabei geht ein integriertes Ressourcenmanagement jedoch weit über die Betrachtung einzelner Faktoren – wie Grundwasser, Brunnen etc. – hinaus. Bereits erstellte Rahmenrichtlinien – sowohl der Bundesregierung als auch der EU – fordern zudem die ganzheitliche Einbeziehung ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte, zwischen denen ein Gleichgewicht herzustellen ist.

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Wichtige Planungsgrößen sind u.a.:
  • Die demografische Entwicklung der Bevölkerung in der Region – sie besteht maßgeblich den künftigen Wasserbedarf
  • Die Auswirkungen des Klimawandels auf die jeweilige Region
  • Die (geplante) wirtschaftliche Entwicklung der Region
  • Genaue Kenntnisse über technologische Innovationen
Zum nachhaltigen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen gehören zum Beispiel:
  • Die Ermittlung und Erfassung der Ist-Situation, d.h. eine Zustandsanalyse, d.h. möglichst genaue Kenntnis über Volumen, Erneuerbarkeit sowie qualitäative Beschaffenheit des Grundwassers, genaue Kenntnisse des Bodens etc.
  • Eine genaue Feststellung des Eigenbedarfs
  • Eine möglichst aussagefähige Bedarfsdeckungsbilanz – hier wird der errechnete Bedarf den zur Verfügung stehenden Ressourcen gegenübergestellt und die Inanspruchnahme der Ressourcen ermittelt
  • Maßnahmen zum (vorsorgenden) Gewässerschutz, einschließlich eines umfassenden Monitorings
  • Die Sicherung der Fassungsstandorte inklusive der Einplanung von Dargebotsreserven für Spitzenzeiten
  • Die Berücksichtigung aller regionalen und globalen Einflussfaktoren, die die Rohwassergewinnung nach Menge und Beschaffenheit beeinflussen könnten. Regional könnten dies beispielsweise eine zunehmende Anzahl von Biogasanlagen sein und damit verbunden höhere Nitrateinträge in Grundwasser und Oberflächengewässser oder auch Altlasten. Global geht es beispielsweise um Veränderung und Anpassungsbedarf bezüglich des Klimawandels

Oberste Prämisse – weiterhin möglichst naturbelassenes Trinkwasser

An die nachhaltige Ressourcenbewirtschaftung schließen Maßnahmen zur Trinkwasser­auf­berei­tung und der Verteilung sowie der Qualitätssicherheit an. Zudem gilt es in Zukunft die Interessen der Bürger auf eine weiterhin gesicherte Trinkwasserversorgung stärker auch auf der politischen Bühne zu vertreten, da hier neue Rahmen­richt­linien für die Zukunft festgelegt werden, die sich unmittelbar auf die Arbeit auf kommunaler Ebene auswirken.

e3-3-5-2-9365699_lOberstes Ziel der Wasser­ver­sorgungs­unternehmen in Deutschland ist es, auch weiterhin Trinkwasser soweit als möglich aus natur­belassenem Grundwasser zur Verfügung zu stellen. Deshalb kommt auch dem Monitoring und dem vorsorgenden Gewässerschutz eine so große Bedeutung zu.

Für die Zukunft – bei wachsendem, immer kom­ple­xe­rem Aufgabenspektrum – gilt es sowohl in das Know-how der Mitarbeiter durch kontinuierliche Schulungen und Weiter­bildungs­maßnahmen zu investieren, als auch in neueste technologische Entwicklungen. Hier kommt besonders auch dem Thema Energie­effizienz – als wichtigem Wirtschaftlichkeitsfaktor – eine exponierte Stellung zu.

Wassermanagement

Herausforderungen an die Wassserwirtschaft wachsen

Das Wassermanagement umfasst das Verfügbarmachen und das anschließende Bevorraten sowie die Verteilung der lebenswichtigen Ressource Süßwasser. Wobei die Verfügbarkeit erheblich von externen Faktoren abhängt, wie Niederschlagsmengen, die i.d.R. zeitlich und regional sehr ungleich fallen sowie der Wasserqualität, die durch Umwelteinflüsse und Schadstoffeinträge starken negativen Einflüssen ausgesetzt ist.

Wasser ist unser Nahrungsmittel Nummer Eins und zählt in Deutschland zur Daseinsvorsorge und damit zu den kommunalen Kernaufgaben. Doch Wasser ist auch Produktionsfaktor und Lebensraum und Basis für Entwicklung und Wohlstand einer Region oder eines Landes.

Mit dem Anstieg der Weltbevölkerung steigt auch die Nachfrage nach Nahrung sowie Energie und damit nach einem erhöhten Wasserbedarf. Eine Situation, die in einigen Regionen der Welt bereits zu länderübergreifenden Nutzungskonflikten führt. Verschwendung und steigende Verunreinigungen erschweren eine ausreichende Wasserversorgung in vielen Regionen der Welt, aber auch Hochwasser als Folge des Klimawandels tragen zu weiterer Verschmutzung bei. Der Mangel an sauberem Trinkwasser ist die Folge. Viele Regionen leiden bereits heute an Wassermangel bzw. zumindest an Wasserstress.

In Deutschland – einem der wasserreichsten Länder dieser Welt – ist zwar kurz- und mittelfristig kein großflächiger Wassermangel zu erwarten. Aber bei vielen Wasserversorgern bedarf die bestehende Infrastruktur dringend der Anpassung an die neuen Gegebenheiten. Da ist in naher und mittlerer Zukunft ein Investitionsbedarf von geschätzten acht Milliarden EUR pro Jahr zu erwarten.

Klimawandel und Demografischer Wandel als Treiber für Veränderungen

Getrieben werden die Veränderungen in der Wasserwirtschaft durch die bereits beginnenden und noch zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels und des demografischen Wandels.

Die Herausforderungen sind u.a. steigende Anforderungen an
  • die Ressourceneffizienz
  • die ökologische Nachhaltigkeit
  • die Wirtschaftlichkeit – besonders vor dem Hintergrund der zu erwarteten Investitionen
Es bedarf einer ganzheitlichen Betrachtung in der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung, bezüglich
  • der ökologischen Aspekte
  • der sozio-ökonomischen Aspekte
  • der technischen Aspekte sowie
  • der Landnutzung