Energieeffizienz

Umdenken und neue Konzepte sind gefragt

e3-3-5-3-xart-5140952_xlWasser ist die einzige nicht zu ersetzende Ressource. Ob Mensch, Tier oder Pflanze – Wasser ist Leben. Die Versorgung mit sauberem Wasser in ausreichender Menge inklusive einer sicheren Abwasser­ent­sorgung sind menschliche Grund­bedürf­nisse und zählen daher in Deutschland zur Daseinsvorsorge.

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Doch wie alles erfordert die Bereitstellung dieser Leistungen u.a. auch eine erhebliche Menge Energie. Wasserversorgung und Abwasserentsorgung verbrauchen hierzulande zusammen rund 6,6 TWh pro Jahr an elektrischer Energie – das entspricht einem jährlichen Strombedarf von rund 1.600.000 Vier-Personen-Haushalte. Dazu kommt noch der Strombedarf für immer neue Spezialverfahren in der Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung – durch die wachsende Umweltverschmutzung mit immer neuen Schadstoffeinträge werden immer neue Verfahren benötigt.

Wobei die Treiber für eine Erhöhung der Energie- und Ressourceneffizienz globaler Natur sind – sie reichen vom Klimawandel bis zur Veknappung der Primärenergien. Innovative Lösungen können somit auch zu einer Verbesserung der internationalen Wettbewerbsposition der deutschen Wasserwirtschaft beitragen.

Die Wasserwirtschaft als Player der Energiewende

e3-3-5-3-xart-34698150_xxlAufgrund steigender Energiepreise und der beschlos­se­nen Energiewende, d.h. der Umstellung auf sichere, umweltverträgliche und nachhaltige Energiequellen, ist das Thema Energieeffizienz ein immer wichtigeres Thema für die Zukunft der Wasserversorgungs­un­ter­nehmen. Künftig geht es nicht nur um die quantitative und qualitative Sicherstellung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, sondern auch um effizientere Technologien, Systemlösungen und innovative Konzepte und Managementstrategien, um die Energiebilanz der Wasserwirtschaft zu verbessern. Ressourcenschonende Energie­gewin­nungs­tech­nologien, innovative Dienstleistungskonzepte sowie Kommunikations­stra­te­gien zur transparenten Vermittelung der Vorhaben können hierbei eine wesentliche Rolle spielen.

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Experten vermuten in der Wasserwirtschaft bis zu ca. 20 Prozent Effizienzreserven, die aktiviert werden können – sowohl durch

  • einen sparsamen Verbrauch,
  • den Einsatz von energieeffizienten Technologien sowie
  • eine bessere Nutzung vorhandener Ressourcen und deren Rückgewinnungsmöglichkeiten für eine nachhaltige Energiegewinnung.

Unter Einbeziehung aller wasserwirtschaftlichen Anlagen, so das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), kann die deutsche Wasserwirtschaft einen Anteil von rund sieben Prozent an der Erzeugung von Strom erzielen und so einen wichtigen Beitrag zu den nationalen Klimaschutzstrategien leisten.

Vertreter der Wirtschaft, Einrichtungen von Kommunen und Ländern sowie andere Betreibergesellschaften sind dabei von Beginn an in die Vorhaben einzubinden. Bei der Aufgabe rund um den Schutz von Ressourcen und Umwelt geht es immer auch um den Ausgleich von Interessenskonflikten.

Wichtige Forschungsbereiche für die Zukunft der Wasserversorgung

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Aufgaben für die Zukunft

Das BMBF hat folgende Bereiche als forschungsrelevant eingestuft:

  • Einführung innovativer, energieeffizienter Technologien und Verfahren entlang der gesamten Prozesskette der Wasserversorgung – von der Gewinnung über die Aufbereitung bis zu Verteilung und Transport.
  • Verbesserung des Energiemanagements zur Deckung des Energiebedarfs sowie der Konzepte für die Steuerung und Betriebsführung
  • Identifizierung und mögliche Nutzung von Potenzialen zur Energiegewinnung und – rückgewinnung.

 
 
 

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