Wasserversorgung im Wandel

Fortschritt durch Wasserversorgung

Eine funktionierende Wasserversorgung sichert das Überleben und den Wohlstand einer Gemeinschaft. Dies wussten schon unsere Vorfahren. Brunnen, Wasserleitungen, Bewäs­serungs­anlagen und auch Abwasserkanäle sind keine Erfindung der Neuzeit. Die Anfänge der Wasserversorgung liegen bereits zwischen 4.000 bis 8.000 Jahren vor unserer Zeit. Spätestens als die Menschen in der Jungsteinzeit sesshaft wurden, um von Ackerbau und Viehzucht zu leben, begannen sie zu überlegen, wie sie ihre Felder und Tiere am besten großflächig und verlässlich mit dem lebensnotwendigen Wasser versorgen konnten.

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Von damals bis heute war es ein langer Weg und durch die wachsende Zahl der Bevölkerung wurden die Gesellschaften vor immer neue Herausforderungen gestellt. Eine neue Stufe der Herausforderung erfolgte in der Neuzeit durch die Industiailierung, als es galt, immer mehr Menschen in den stetig wachsenden Städten und ihren Ballungsgebieten mit lebens­not­wen­digem Trinkwasser zu versorgen.

Versorgung läßt Verbrauch steigen

Mit der Wasserversorgung entwickelte sich der Wasserverbrauch: Vor der Industrialisierung benötigte ein Mensch 10 bis 30 Liter Wasser täglich, 1950 waren es schon 85 Liter. In den Nachkriegsjahren stieg der Wasserbedarf gewaltig, durch WC und Bäder, Geschirr- und Waschmaschinen, Gartenbewässerung und Autowaschen, öffentliche Einrichtungen, wie Schulen, Krankenhäuser und Schwimmbäder, und natürlich nicht zuletzt durch die Industrie, die Wasser als Brauch- oder Kühlwasser benutzt, außerdem als Rohstoff etwa für das Bierbrauen, die Kunststoffverarbeitung oder das Herstellen von Fotomaterial. Im Rahmen dieses Kreislaufes vermindert sich nicht die Wassermenge, wohl aber verändert sich die Qualität des Wassers und der Gewässer.

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