Kleiner Wasserkreislauf – Wald

Der Wald als Garant für den kleinen Wasserkreislauf

d3-1-2-xart-9508120Doch neben dem großen Wasserkreislauf existiert auch noch ein sogenannter kleiner Wasserkreislauf, der das Leben auf der Erde in Gang hält. Eine wichtige Rolle in diesem Wasserkreislauf spielen die Wälder. Sie wirken quasi wie ein Schwamm, der das Wasser bei heftigen Regenfällen absorbiert, um es nach und nach wieder abzugeben. Die Baumwurzeln halten dabei den Boden fest, der das Wasser vorübergehend in großen Mengen speichert.

d3-1-2-xart-12106607Aber auch die Pflanzen der Wälder fungieren als kleine Speichereinheiten. Große Wälder können sogar ihren eigenen Wasserkreislauf generieren, in dem die Bäume einen Teil des gespeicherten Wassers über ihre Baum ­kronen wieder verdunsten. Dieser Wasserdampf steigt auf und fällt dann als Niederschlag großräumig wieder zurück zur Erde. Je mehr Bäume, Pflanzen und Büsche, umso effektiver funktioniert die Verdunstung auf dem Festland. Ein funktionierender Regenwald produziert also im wahrsten Sinne des Wortes seinen eigenen Regen.

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Auswirkungen der sterbenden Waldregionen auf das Klima

Damit dieser kleine Wasserkreislauf aufrechterhalten werden kann, braucht es großflächige Waldgebiete. Werden diese Wälder hingegen immer weiter abgeholzt, hat das weitreichende Folgen:

  • Bodenerosionen mit Schlammlawinen und Erdrutschen können häufiger werden
  • Bei heftigen Regenfällen wird der nährstoffreiche, aber ungeschützte Boden abgetragen
  • Der Grundwasserspiegel, der durch den Baumbestand hoch gehalten wurde, sinkt aufgrund der reduzierten Vegetation
  • Da kein Laub mehr da ist, über das die Verdunstung ablaufen kann, kommt es zu immer weniger Wolkenbildung und da das schützende Laubdach fehlt, trocknet die Sonne die Erde wesentlich schneller und öfter aus.
  • Da der Wald auch als CO2-Speicher fungiert und dieser nun wegfällt, wird der Treibhauseffekt verstärkt. Mit allen bekannten Folgen: Das Eis an den Polen schmilzt schneller ab, dadurch steigt der Meeresspiegel, Trockenperioden dehnen sich aus, Stürme und Unwetter nehmen zu.

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