Wasser und Erde

Ein Milliarden Jahre alter Kreislauf gerät in Gefahr

Der große Wasserkreislauf der Erde bewegt beständig immense Mengen Wasser, bei denen aus den riesigen Salzwasservorräten der Ozeane das für uns lebensnotwendige Süßwasser entsteht. Jährlich sind es rund 505.000 km³ Wasser, die verdunsten. Davon rund 434.000 km³ über den Ozeanen und rund 71.000 km³ über dem Festland. Von diesen verdunsteten Wassermassen fallen wiederum 398.000 km³ als Niederschlag auf die Meere und 107.000 km³ auf das Festland zurück. Dementsprechend findet also jährlich ein Transport von rund 36.000 km³ Wasser von den Meeren zum Festland statt, das als Salzwasser den Kreislauf beginnt und bei uns als Süßwasser ankommt.

d3-1-0-w-quelle-leben-1000x

d3-1-2-xart-doppelAuf dem Festland dienen die Niederschläge nicht nur als Nahrungsquelle, sondern formen auch nachhaltig über lange Zeiträume das Aussehen der Erde. Fließendes Wasser kann beispielsweise selbst härtestes Gestein abtragen oder Geröll und Sand von den Bergen ins Flachland bis an die Küsten transportieren.

Aber Wasser kann auch Naturkatastrophen auslösen, beispielsweise sintflutartige Niederschläge mit Überschwemmungen, Erdrutschen oder Schlammlawinen. Als Folge des Klimawandels beginnen Wetterextreme dieser Art in den letzten Jahren rund um den Erdball zuzunehmen. Auch hierzulande kommt es beispielsweise in immer kürzeren Abständen zu sogenannten Jahrhundert­hochwassern. Neben dem großen Wasserkreislauf spielt auch der kleine Wasserkreislauf eine bedeutende Rolle – der Wald. > more
 
 
 

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