pH-Wert

Was es mit dem pH-Wert im Trinkwasser auf sich hat

Der pH-Wert im Trinkwasser gibt an, ob es sauer, neutral oder basisch ist. pH steht in diesem Fall für „pondus Hydrogenii“, das bedeutet „Gewicht des Wasserstoffs”. Gemeint ist damit die Konzentration der Wasserstoff-Ionen in einer Lösung.

Die Skala des pH-Werts reicht von 0 bis 14

  • Lösungen mit einem pH-Wert, der kleiner als 7 ist, sind Säuren.
  • Lösungen mit einem pH-Wert von 7 sind neutral.
  • Lösungen mit einem pH-Wert, der größer ist als 7, sind Basen beziehungsweise Laugen.

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Ca.-pH-Werte weiterer Stoffe
Salzsäure 3,5 %
Salzsäure 0,35 %
Magensäure
Essig
Cola
Wein
Sauermilch
Bier
Mineralwasser
reines Wasser
Blut
sauberes Seewasser
Waschmittellösung
Natronlauge 3 %
0
1
2
3
3
4
5
5
6
7
7,4
8,3
10
14

Je kleiner der Wert, desto saurer ist also eine wässrige Lösung und je größer der Wert, desto basischer. Liegt der pH-Wert bei 7, handelt es sich um eine neutrale Lösung. Der pH-Wert einer Zitrone liegt beispielsweise bei circa 2. Bei natürlich vorkommendem Wasser reicht die pH-Skala von 5,5 bis zu 8,5. Quellwasser aus kristallinen Regionen, das als sehr weich gilt, weist häufig einen Wert von unter 7 auf.

Dabei gilt Wasser mit einem pH-Wert von 0 bis 4 als „stark sauer“, mit einem Wert von 4 bis 6,5 als „leicht sauer“ sowie bei einem pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 als „neutral“. Bei Werten von 7,5 bis 9 handelt es sich um „leicht basische“ Lösungen. Bei einem Wert von 9 bis 14 um „stark basische“ beziehungsweise “stark alkalische” Lösungen.

d3-1-5-3-3-10762438-xart3Für Trinkwasser muss der pH-Wert laut Trink­wasser­verordnung – die neueste stammt aus dem Jahr 2011 – verbindlich zwischen 6,5 und 9,5 liegen. Diese Werte dürfen weder über- noch unterschritten werden, denn der pH-Wert ist ein wichtiger Indikator für das Korrosionsverhalten des Wassers. Je saurer das Wasser, umso mehr greift es metallische und zementgebundene Werkstoffe an, wie beispielsweise verzinkte Eisenrohre oder Asbestzement- und Kupferrohre.

Die Wirkung von saurem Trinkwasser

d3-1-5-3-3-9709314-xart1Liegt der pH-Wert also unter 7, kann beispielsweise Kupfer aus den Leitungen ausgewaschen werden. Ein stark erhöhter Kupfergehalt im Trinkwasser wird jedoch mit Leberschäden in Verbindung gebracht, besonders bei Kindern und Säuglingen. Zudem vermehren sich im sauren Bereich Legionellen besonders gut und auch der Uran-Wert kann steigen, da das Schwermetall in sauren Lösungen besonders gut löslich ist.

Weist das Wasser also einen pH-Wert von unter 7 auf, darf beim Leitungsbau kein Kupfer als Werkstoff eingesetzt werden, da es sonst zur Gesundheitsgefährdungen kommt und bei Trinkwasser mit einem pH-Wert unter 7,5 darf kein verzinkter Stahl verwendet werden, da sonst Korrosionsgefahr besteht.

Wie der pH-Wert gemessen wird

d3-1-5-3-3-8191885-xart2Der pH-Wert von Flüssigkeiten lässt sich mit einem Universal-Farbindikator messen: Ein Mess­stäbchen wird in die zu prüfende Lösung gesteckt, dabei verfärbt es sich. An der Farbreaktion lässt sich nun der Säure- beziehungsweise Basengehalt der Lösung ermitteln. Liegt der Wert eher im sauren Bereich, nimmt das Mess­stäbchen eine Färbung im rot-orangen Bereich an, im basischen Bereich liegt die Verfärbung dagegen im grünen bis blauen Bereich.

 
 
 

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