Natürliche Inhaltsstoffe

Wie das Wasser seinen unverwechselbaren Geschmack bekommt

d3-5-1-xart-17388111Kein Wasser gleicht dem anderen. Jede Region drückt ihren Wasservorkommen ihren ganz individuellen Stempel auf, was Zusammensezung und Geschmack betrifft. Das liegt an der jeweiligen Beschaffenheit des Bodens. Dabei hat Wasser aus tiefen Grund­wasser­reservoirs aufgrund des längeren Wegs durch die verschiedenen Gesteins­schichten i.d.R. mehr Mineralstoffe aufge­nommen, als Wasser, das aus Ober­flächen­reservoirs stammt.

Siehe auch: Grundwasser.

Prozesse tief im Erdinneren

Beim Versickern der Niederschläge durch die verschiedenen Bodenschichten löst das Wasser Mineral­stoffe und Spuren­elemen­te, aber auch Schwer­metalle aus den Erd- und Gesteins­schichten. Dabei kann das Wasser i.d.R. desto mehr Mineral­stoffe auswaschen, je wärmer es ist. Aber hier gibt es auch Ausnahmen: Carbonat­gestein löst sich z.B. leichter bei kälteren Tempera­turen.

Zum anderen kann das Wasser bei seiner Reise in tiefere Bodenschichten seine Inhaltsstoffe aber auch wieder abgeben, weil es zu chemischen Prozessen kommt, wenn neue Stoffe aus neuen Erdschichten zu immer neuen Verbindungen führen. Die Intensität dieses Auswasch- und Austauschprozesses hängt u.a. neben der Temperatur auch von der Fließgeschwindigkeit ab, d.h. der Zeit, die das Wasser hat, Mineralstoffe auszulösen und aufzunehmen sowie von der Bodenbeschaffenheit und -zusammensetzung, z.B. es kommt darauf an, ob es ein hartes oder ein weiches Gestein ist. Wie ein einzigartiger Fingerabdruck ist daher das Wasser von Region zu Region extrem unterschiedlich in seiner Qualität und Zusammensetzung.

Grundwasser SchemaDie senkrechte Abwärtsbewegung des Wassers wird erst gestoppt, wenn es auf wasser­undurch­lässige Schichten stößt, auch Grundwasser­hemmer genannt. Hier bildet es in Hohl­räumen Grund­wasser­reser­voirs. Andere Teile des Wassers fließen dagegen unterirdisch in Bäche oder Flüsse ab oder suchen sich einen Weg, um als Quellwasser an die Ober­fläche zu gelangen.

Wohingegen lockeres Gestein, wie Sand oder Kies beziehungsweise festes Gestein, wie Sandstein und Kalk, das aber über genügend große und zusammen­hän­gende Hohlräume – Poren oder Klüfte genannt – verfügt, als Grundwasserleiter bezeichnet werden.

Siehe auch: Mineralstoffe | Schwermetalle | Bakterien und Keime

 
 
 

Print Friendly