Situation weltweit

Die weltweite Wasserverfügbarkeit

e3-2-3-40387811_xxlVon den rund 1,4 Mrd. km³ Wasser auf der Erde sind rund 2,5 Prozent Süßwasser, das sind 35 Mio. km³. Hiervon sind wiederum nur rund 213.000 km³ relativ leicht für den Menschen zugänglich. Dieses befindet sich vor allem in den Seen, in Flüssen und den ca. 45.000 Talsperren weltweit. Der Rest des Süßwassers ist im sogenannten „ewigen Eis“ gebunden, beispiels­weise in Gletschern oder Permafrostböden etc., aber auch in Bodenfeuchte und Sumpfwasser.

Diese Menge würde theoretisch für die Versorgung aller Menschen mit frischem Wasser durchaus ausreichen, aber sie ist sehr ungleich verteilt, d.h. die Wasserfügbarkeit in einzelnen Ländern und Regionen variiert sehr stark. D.h. es gibt grundsätzlich nicht weniger Wasser als vor 100 Jahren, aber es gibt seither 250 Prozent mehr Bewohner auf unserem Planeten.

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Weltweite Wasserverfügbarkeit im Vergleich
Nach Berechnungen der UNESCO 2009 zeigt sich eine Belastung insbesondere in Asien und in Europa. Besonders dramatisch ist die Lage jedoch auch in Afrika, weil hier – im gegensatz beispielsweise zu Europa – die Wasser­versor­gungs­infra­struk­tur äußerst schlecht ist
  • Asien: 36 Prozent Wasserverfügbarkeit bei 61 Prozent der Weltbevölkerung
  • Südamerika: 26 Prozent Wasserverfügbarkeit bei 7 Prozent der Weltbevölkerung
  • Afrika: 11 Prozent Wasserverfügbarkeit bei 13 Prozent der Weltbevölkerung
  • Nord- und Mittelamerika: 16 Prozent Wasserverfügbarkeit bei 8 Prozent der Weltbevölkerung
  • Europa: 8 Prozent Wasserverfügbarkeit bei 13 Prozent der Weltbevölkerung
  • Australien und Ozeanien: 5 Prozent Wasserverfügbarkeit bei weniger als einem Prozent der Weltbevölkerung

Prognosen für die Zukunft sehen dramatisch aus

Die UNESCO prognostiziert aufgrund der bisherigen Versechsfachung des Wasserverbrauchs bei einer Verdreifachung der Welt­be­völ­kerung und einer Verdopplung des durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauchs zwischen 1930 und 2002 für die Zukunft einen dramatischen Rückgang der Wasserverfügbarkeit bis zum Jahr 2025 und danach.

e3-2-3-22414996_xxlDie Gründe sind die steigende Welt­be­völ­kerung, als auch ein globales öko­no­mi­sches Wachstum, besonders in Ländern wie Indien oder China, aber auch ein erhöhter Wasserverbrauch in Ländern, wie beispielsweise Afrika, durch wasser­inten­sive Landwirtschaft bei gleichzeitig schlechter Wasser-Infrastruktur.

Hinzu kommt, dass die steigende Wasserentnahme mit einer erhöhten Einleitung von Abwässern und in deren Folge einer zunehmenden Verschmutzung der Gewässer einhergeht.

Keine einheitliche globale Wasserspar-Strategie möglich

e3-2-3-37189879_xxlIm Zuge des drohenden und zunehmenden globalen Wassermangels gibt es nur spezifische regionale Lösungen und keine allgemeingültige einheitliche Strategie. So werden alle Länder vom Klimawandel betroffen sein, aber in unterschiedlicher Ausprägung.

Ein südeuropäisches Land, das unter Wassermangel leidet, braucht andere Lösungswege, als Deutschland mit seinem Wasserreichtum, dem aber bei­spiels­weise der demografische Wandel zu schaffen macht.

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