Süßstoff

Süßstoff und andere Stoffe im Wasser

e4-1-2-4-suess-27338029_xxl

Diätprodukte sind nach wie vor ein wachsender Markt und mit ihrem Konsum steigt auch der Anteil von Zuckerersatzstoffen in der Nahrung, da diese den kalorienhaltigen Zucker ersetzen. Im Prinzip kein Problem – aber neuere Untersuchungen haben herausgefunden, dass viele Süßstoffe vom Körper nahezu komplett wieder ausgeschieden werden und einige von ihnen durch die Kläranlagen nicht abgebaut werden können.

  • Nicht abbaubare Süßstoffe:
    Dazu gehören beispielsweise Acesulfan, Cyclamat, Saccharin und Sucralose. Sie werden bei den Reinigungsprozessen im Klärwerk nicht erfaßt und gelangen mit der Zeit ins Grundwasser.
  • Abbaubare Süßstoffe:
    Anders sieht es bei den Stoffen Aspartam, Neohesperidin und Neotam aus, diese können anscheinend besser abgebaut werden, da sie im Rahmen von Klärwasser-Analysen nicht mehr nachgewiesen werden konnten.

Bisher keine Gesundheitsgefahr durch Süsstoffe im Grundwasser

e4-1-2-4-xart-25691379_xxlDa die Süßstoff-Konzentrationen bisher noch – bisher wurden in den Zuläufen der Kläranlagen lediglich 190 Mikrogramm pro Liter nachgewiesen – sehr gering sind, sehen Experten derzeit noch keine Gefahr für die Gesundheit. Allerdings besteht langfristig die Befürchtung, dass sich die Konzentrationen im Wasserkreislauf erhöhen könnte. Was Kritiker zu der Frage veranlasst, inwieweit man dann bei Trinkwasser noch von einem natürlichen Lebensmittel sprechen kann.

Analyse Details

e4-1-2-4-xart-35485509_xxlMit Medi­ka­men­ten­rück­ständen im Trink­wasser haben sich Umwelt­schützer und einschlägige Labore schon seit längerem befaßt. Dieses Ver­fah­ren wurde nun auf Süßstoffe ausgeweitet. So haben Wissen­schaft­ler vom Technologiezentrum Wasser in Karlsruhe beispielsweise Wasserproben aus zwei Kläranlagen in Deutschland entnommen und diese mit gereinigten Abwasserproben aus einer Auf­berei­tungs­anlage eines Mittelmeer­landes verglichen. Dabei konnten die Wissenschaftler Spuren von Acesulfan, Saccharin, Cyclamt und Sucralose in den deutschen Proben nachweisen. D.h. Gewässer, in die hierzulande gereinigte Abwässer geleitet werden, sind auf jeden Fall der Belastung von synthetischen Süß­stoffen ausgesetzt.

Interessant ist, dass die Konzentration von Süßstoff im Wasser in den Mittelmeerländern weiniger hoch ist als bei uns, was die Wissenschaftler darauf zurückführen, dass in Deutschland das Klärwasser in einen Vorfluter, sprich ein Zwischengewässer eingeleitet wird, bevor es in den Boden sickert, während im Mittelmeerraum das Wasser dem Erdreich direkt zugeführt wird.

 
 
 

Print Friendly