Demografischer Wandel

Weniger Kunden bedeuten höhere Gebühren

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Die Menschen in Deutschland werden im Durchschnitt immer älter – und immer weniger. Die demografische Entwicklung der sinkenden Geburtenraten begann schon Anfang der 1970er Jahre. Es war 1973 das erste land, in dem die Zahl der Sterbefälle höher war als die Zahl der Geburten.

e4-4-0-30133134_xxlErreichte die Geburtenrate der Nachkriegszeit 1964 mit 1,2 Millionen ihren Höhepunkt, so liegt sie ein halbes Jahrhundert später bei unter 700.000. Prognosen gehen davon aus, das dieser Trend anhält. In 40 bis 50 Jahren werden in Deutschland auf eine Geburt zwei Sterbefälle kommen, so die Voraussagen.

Aufgrund des demografischen Wandels werden langfristig die meisten Kommunen also kleiner werden. Dabei wird die Entwicklung regional und lokal durchaus unterschiedlich verlaufen. Es wird davon ausgegangen, dass besonders die ländlichen Regionen schrumpfen werden, während viele Städte und ihr unmit­tel­bares Umland einen Bevölkerungszuwachs erleben werden.

Ländliche Regionen werden stärker unter dem demografischen Wandel leiden

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Für Bayern, dem größten Flächenstaat in Deutschland, hat die bayerische Staatsregierung aber zumindest bis 2030 eine stabile Bevölkerungszahl errechnet. Wobei es sich auch hier um statistische Durch­schnittswerte handelt. Einzelne Kommunen werden von der Entwicklung ebenfalls ganz unterschiedlich stark betroffen sein.

Für die Wasserversorgungsunternehmen bedeutet dies, dass auch bei einer schrumpfenden Bevölkerungszahl die Trinkwasserversorgung in der bisher gewohnten Qualität aufrecht erhalten werden muss. Gleichzeitig gilt es Strategien und Lösungen für die anstehenden Probleme und Herausforderungen des Klimawandels zu entwickeln und umzusetzen. Eine durchaus kostenintensive Aufgabe, die nun auf weniger Schultern verteilt werden muss.

Damit stehten die Forderung nach Wirtschaftlichkeit und Effizienz künftig ganz oben auf der Prioritätenliste der Wasserversorgungsunternehmen. Die notwendigen Maßnahmen müssen geplant und in die Wege geleitet und dabei trotzdem möglichst kostenverträglich gestaltet werden.

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Viele Wasserversorger haben diese Tendenz erkannt und arbeiten bereits aktuell an energieeffizienten Maßnahmen und nachhaltigen Strategien zur Ressourcensicherung.

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